01.02.2013 Feedback – Masterclass mit Dr. C. Shelhav und Dr. S. Assa

Obwohl ich bereits vor einer Woche aus Anlass des Abends der offenen Tür im Feldenkraiszentrum auch die zeitgleich stattfindende Masterclass erwähnte, erreichten uns in der Zwischenzeit so viele Mails von Teilnehmern aus Chava Kurs , dass wir einige davon – zumindest in Auszügen – hier veröffentlichen wollen. An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für die Rückmeldungen und die Teilnahme an der Masterclass:

„Die Masterclass ist immer gut. Aber dieses Mal fand ich sie besonders gelungen und beantwortete genau die Fragestellungen, die mich in meiner Arbeit beschäftigen.

Im ersten Teil gab es alles um das Thema Gehen, was mit besonderer Klarheit vermittelt und erlebt wurde. Auch die Gruppengröße fand ich genau richtig. Im 2. Teil herrschte gleich ein anderer Wind und eine andere Atmosphäre, die mich zunächst etwas wegen der immensen Teilnehmerzahl erschreckte. Aber wie immer, geht es ja dann doch. Das Thema Atmung, der praktische Teil von Chava, sowie der theoretische Teil von Dr. Assa Sagi und Karens Übersetzung ließen die Gruppengröße in den Hintergrund treten. (...) Der Tanzabend und das Treffen im Zentrum, sowie anregende Gespräche auch mit den "Leuten" von außerhalb waren nochmal ein I-Tüpfelchen obendrauf. Und wie im Bericht erwähnt wurde, können die Feldenkrais-Leute nicht nur lernen, sondern auch feiern.

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Christine Hoba – ist Feldenkrais Practitioner (NEUSS VI) aus Mönchengladbach und arbeitet gerade am Aufbau einer eigenen Webseite

„Chava's Kurs war wie immer total toll! Mich interessierte sehr, was unser israelischer Arzt zu sagen hatte. Schade war, dass man die vielen 'Sprecher' nicht stoppte. Zusammen mit Chava's ATMs sehr gut... Karen hat PRIMA übersetzt. Ein totaler Profi. (...) Und der Abend am Samstag war ebenfalls tiptop. Nebst dem Dank für die Mail... möchte ich sagen... dass ich nächstes Jahr auch wieder komme und mich hiermit schon anmelde.“

Katharina Tribe, Feldenkrais Practitoner aus Cambridge, UK, begann ihre Ausbildung 1992, sie leitet das Cambridge Centre for 
Lymphology and Feldenkrais

„Vielen Dank für den wunderbaren Kurs. Zum ersten Mal habe ich Körperarbeit zum Thema Atmen als wirklich hilfreich und angenehm empfunden. Auch die Vorträge von Sagi fand ich sehr aufschlussreich und hervorragend erklärt, auch wenn ich das Verhältnis von ca. 1 h Bewegung am Tag (ATM) und ansonsten stundenlangem Sitzen (...) als ein wenig unausgewogen empfunden habe.(...) Besonders gut gefallen hat mir sein Vortragsthema vom Sonntag, als er erläuterte, wie sich das Atmen auf das Skelett und auch dessen entferntere Teile auswirkt. In dieser klaren Form findet man dies nicht einem Lehrbuch. Insgesamt ein gelungener Kurs, auch wenn ich mir ein bisschen mehr ATM gewünscht hätte.“

Maren W., Feldenkrais-Studentin in Vussem

„Nochmals herzlichen Dank für Karens wunderbares Übersetzen. Ich war wirklich begeistert von (ihrer) Konzentration, Erinnerungsvermögen und Sprachgefühl. Dank auch für Eure Einladung zu dem Tanzabend mit Sharon. Toll, Eure Fähigkeit, Feste zu gestalten und damit eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen.“

Marion Rollin, Journalistin und Feldenkraislehrerin aus Hamburg

22.01.2013, Abend der Offenen Tür im Feldenkraiszentrum

Am 19. Januar präsentierte das Feldenkraiszentrum einen Abend der offenen Tür mit einer Tanzperformance der israelischen Tänzerin Sharon Hilleli, mit der zugleich das neue Jahresprogramm und die im Februar beginnende neue Ausbildung eingeleitet werden sollte.

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Die Idee, die Masterclass von Chava Shelhav mit Vorträgen des Kinderkardiologen sowie Atmungsexperten Dr. Sagi Assa und einem abendlichen Kulturprogramm zu kombinieren, schien sich zu bewähren, wie die Zahl von über 60 Voranmeldungen für dieses Segment belegte. Obwohl Vussem ja fünfzig Kilometer von Köln entfernt in der Voreifel liegt, sollte dieser Abend dennoch nicht ganz ohne eine Prise fasteleer – so heißt die Kölsche Variante des Karnevals – bleiben. Dies wurde mir bei der Anreise bewusst.

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Für den gleichen Abend hatte nämlich die KV Vussem 1977 zur Prunksitzung in der örtlichen Turnhalle geladen, nur einen Steinwurf vom Feldenkraiszentrum entfernt. Doch welche Überraschung: wie in der Feldenkraisszene scheint auch der Vussemer Karneval ( anders als in Köln!!) eine rechte Frauendomäne zu sein, denn tatsächlich wird das dortige Dreigestirn von Frauen gestellt. Prinz Silke I, Jungfrau Marita und Bauer Marika werden in Vussem das närrische Volk in dieser Session anführen. So unähnlich ist das mit dem Ausbildungszentrum in Vussem nicht, denn dort bilden nicht nur Frauen das Gros der Seminarteilnehmer sondern stellen auch Leitung und Organisation des Unternehmens. Die charmante Einführung, mit der Chava Shelhav den Abend eröffnete, unterstützt von Karen Schmidt-Paas und Inga Paas, war dann auch für die Anwesenden, ein entspannter und gelungener Einstieg in den Abend mit Tanz, Wein und Musik. Trotz der Karnevalskonkurrenz hatten auch lokale und auswärtige Gäste – einige hatten sogar den Weg aus dem entfernten Meerbusch bei Düsseldorf auf sich genommen - den Weg erstmals ins Feldenkraiszentrum gefunden. Knapp 100 Gäste, Vor- und Nachberichte in der Lokalpresse waren dann auch ein schöner Erfolg für diesen Abend. Die Performance von Sharon Hilelli bot eine Mixtur aus Elementen der Feldenkraismethode mit Ausdruckstanz, am Ende tanzte dann der ganze Saal, und mit fortschreitender Stunde wurden die Übergänge zur Karnevalssitzung gegenüber tatsächlich fließend. Und das Fazit: Feldenkraisler können in Vussem nicht nur lernen, sondern auch gut feiern. P.S. Apropos Lernen: für den Beginn der neuen Ausbildung ab 7. Februar 2013 sind noch wenige Plätze (5-6) frei

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09.01.2013 Das erste Mal! Ein Workshop mit Noam Meiri

Für man(n)chen beginnt es früher, für man(n)chen später! Mein erstes Mal war an diesem ersten Wochenende im Januar 2013. Nach all der Theorie - monatelang hatten ich an der Webseite, dem neuen Programmheft und der Feldenkrais-Bibliographie mit gearbeitet – war es für mich an der Zeit, sich auch einmal praktisch dem Thema Feldenkrais zu stellen!. .Außer Sportaktivitäten war Körperarbeit bis dato ja eher ein Fremdwort für mich. Der Wochenendkurs mit Noam Meiri „Geschichten – Theater – Körpererfahrung“ schien als Einstieg geeignet - vielleicht auch deshalb, weil die Seminarankündigung nicht allzu sehr Feldenkrais-lastig klang.

Nach meiner Ankunft in Vussem fühlte ich mich schon ein wenig erleichtert: erstens – ich war nicht der einzige Mann, der sich angemeldet hatte – tatsächlich war sogar 1/3 der Teilnehmer männlichen Geschlechts, und zweitens hatte die Hälfte der Teilnehmer wie auch ich keinerlei praktische Erfahrungen mit Feldenkrais. Auch Noam Meiri selbst war, wie ich bei der Vorstellung feststellen durfte, kein ausgebildeter Feldenkraisler, auch wenn seine Arbeit viele Überschneidungen mit dieser Methode aufweist. Er unterrichtet seit vielen Jahren Körpertheater, ist Schauspieler, Regisseur und hat seit knapp zehn Jahren an der Essener Folkwang Universität eine Professur.

Die Seminargruppe war also bunt gemischt: Hilka und Uwe hatten den längsten Weg auf sich genommen, um in die Eifel zu kommen – sie stammen aus Dessau und waren schon am Vorabend angereist. Astrid und Walla kamen aus dem Rhein–Main-Gebiet, Peter aus dem Bergischen Land, Sabine aus Düsseldorf, Christa aus Bornheim bei Bonn, und Inga lebt wie ich auch in Köln.

Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer gab Noam einen Überblick, was wir in den folgenden zwei Tagen erleben und erarbeiten wollten. Kurz gesagt: es sollte – was mich beruhigte - kein Crashkurs in Sachen „Wie spiele ich Theater“ werden. Vielmehr ging es um spielerisches Erleben des eigenen Körpers, die Bewegung im Raum, der Bezug zu sich selbst und zum anderen, den Wechsel von Bewegung, Dynamik und..... Pausen. Letztere boten immer wieder Anlass zu erspüren, welche vielfältigen Möglichkeiten von Handlung und Interaktion für den Einzelnen in Bezug auf sich selbst oder ein Gegenüber möglich sind. Mit verschiedenen Übungen und Spielen mit Spürerfahrungen verging der erste Tag wie im Fluge.

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Hatte ich aus Termingründen ursprünglich nur einen Tag in Vussem verbringen wollen, machte der erste Teil des workshops soviel Lust auf ein Mehr, dass ich auch den zweiten Teil des workshops nicht verpassen wollte. Nach einer geruh- und erholsamen Nacht in Köln trat ich am Sonntag gut gelaunt wieder die Reise in die Eifel an. Andere Teilnehmer, die in Vussem Zimmer gebucht hatten, hatten weniger Glück. Deren Nacht verlief ein wenig frostig - offenbar war das Heizungssystem in deren Zimmern etwas „schwächlich“. Die Kühle dieser Zimmer wurde aber sogleich durch die warme und angenehme Atmosphäre im Saal des Seminarhauses wettgemacht. Das Programm war noch dynamischer als der Eröffnungstag. Einmal mehr zeigte sich hier, mit welch gutem Gespür für Dramaturgie, Spannungsbögen, gruppendynamische Prozesse und Eigenarten der Teilnehmer Noam Meiri den Lernprozess der Teilnehmer begleitete.

Vieles wurde spielerisch erarbeitet, manches waren Adaptionen von Spielen, wie man sie vor Jahrzehnten in der eigenen Kindheit erlebt hatte. Bewusst in das Hier und Jetzt einzutauchen, sich ganz einzulassen auf das Spiel und die Dinge vom Verlauf und nicht vom Zielpunkt aus zu denken und zu fühlen, war für mich und den einen oder andern sicher ein gute, neue Erfahrung. Und was nehme ich daraus mit? Wann es passiert, ist nicht entscheidend, wichtig ist nur, dass es passiert......und ja: es machte Lust auf ein Mehr.

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13.11.2013 Martial Arts und Feldenkrais – ein Workshop mit Moti Nativ

Martial Arts und Feldenkrais – ein Workshop mit Moti Nativ

In der kürzlich erschienenen deutschsprachigen Textsammlung „Verkörperte Weisheit“ von Moshé Feldenkrais findet sich ein Interview aus den 70er Jahren, in welchem er auf die Frage von Dennis Leri nach dem Einfluss von Judo auf die Herausbildung seiner Methode antwortet: : „Ziemlich viel, ziemlich viel“.

Was nun folgt sind lange biographische Exkurse, wie Moshé bereits als Jugendlicher in Palästina in jüdischen Selbstverteidigungsgruppen Jiu-Jitsu erlernte, diese Technik modifizierte und ein erstes Buch in Hebräisch dazu verfasste, das als Lehrmaterial für die im Untergrund agierenden jüdischen Kämpfer diente. 1933 machte er schließlich in Paris die Bekanntschaft des Begründers des Judo, Jigaro Kano, dessen Kampf-Methode von Moshe studiert und in einer Reihe Judo-Büchern dokumentiert wurde. Obwohl diese Bücher im anglo-amerikanischen und französischen Sprachraum überaus erfolgreich waren, ist dieser für die Entwicklung der Feldenkrais Methode wichtige Aspekt in Deutschland weitgehend unbekannt, da diese Bücher nie ins Deutsche übersetzt wurden. Das o.g. Interview in besagter Textsammlung, die in einer der folgenden News ausführlich vorgestellt werden soll, ist dazu ein erster wichtiger Schritt.


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In diesem Zusammenhang ist auch Moti Nativ zu erwähnen, den wir Anfang September für einen Workshop in Mechernich begrüßen durften. Moti ist nicht nur ein international bekannter Kampfsportlehrer. Als zertifizierter Feldenkraislehrer hat er sich intensiv mit Moshés Biographie befasst und den Einfluss verschiedener Kampfsportarten auf die Herausbildung der Feldenkrais-Methode untersucht. Die ATMs des Workshops – man startete mit der ersten Lektion des San Francisco Trainings - wurden dabei anschaulich und praxisnah auf ihre Verwurzelung in Kampfsporttechniken rückgeführt. Die meisten der 17 Teilnehmer hatten selbst bereits auf diesem Gebiet Erfahrungen gesammelt – vor allem Aikido wurde mehrfach als Referenz genannt – und so fand die Dynamik, mit der die Lektionen angeleitet wurden, ein dankbares Publikum. Am zweiten Tag präsentierte Moti einen ausführlichen, bebilderten Vortrag, wo er die Ergebnisse seiner Forschungen und Exkursionen auf der Suche nach den Kampfsportwurzeln Moshés dokumentierte. So hatte er wesentlichen Anteil daran, das die seit vielen Jahren vergriffenen Moshé-Titel „Practical Unarmed Combat“ (1941) und „Higher Judo“ (1952) vor wenigen Jahren in den USA mit Vorworten von Moti Nativ wieder aufgelegt wurde. 1929 publizierte der junge Moshé eine hebräische Übersetzung von Émile Coués „The Practice of Autosuggestion“, die inklusive der zwei selbst von Moshe verfassten zusätzlichen Kapitel dessen erste Buchveröffentlichung darstellt. Moti Nativ hat dieses Buch vor kurzem ins Englische übertragen einschließlich der bis dato nicht übersetzen Kapitel Moshés. Sobald das Buch erschienen ist, werden wir darauf hinweisen.

29.05.2014 Feldenkrais - der Frühling in voller Blüte!

Gemeinhin verbindet man mit Frühling Aufbruch, Bewegung, Aktivität und neues Leben. Und auch in Mechernich hat sich einiges in dieser Hinsicht getan, von dem wir kurz berichten wollen.

Ein volles Haus bescherte uns Russell Delman im April. Gemeinsam mit 32 weiteren Teilnehmern erlebten wir dort einen abwechslungsreichen und doch besinnlichen Workshop mit Meditation, Feldenkrais Lektionen und Gesprächen.

Deutschland, Italien, Schweiz, Österreich, USA, Korea, Israel , Japan, Holland, Frankreich, Schweden, Australien - Diese Liste ist nicht etwa ein Auszug der Teilnehmer der im nächsten Monat beginnenden Fußball WM in Brasilien sondern eine Übersicht der Nationalitäten, die sich Ende März im Feldenkraiszentrum für das Internationale Advanced Seminar für Child´Space Practitioners einfanden.

Nachdem wir bereits im letzten Jahr im Themenheft "Kinder" des Feldenkrais-Forum eine Titelgeschichte zu Chava Shelhav Child´Space Methode veröffentlicht hatten, konnten wir schließlich 48 Teilnehmer zu diesem Seminar in der Eifel begrüßen. Im Nachgang erschien am 2. Mai schließlich noch ein ganzseitiger, illustrierter Artikel zu Moshé Feldenkrais, dessen Methode und Chava Shelhav in der Sonntagsausgabe der FAZ.

Hier zum Artikel: feldenkrais-methode-als-bewegungstherapie

Auf dem Weg zu unserem Marketing Seminar erreichte uns wenige Tage später auch die freudige Nachricht, dass unsere langjährige Referentin Ulrike Apel nun auch in die Trainer-Gilde aufgenommen wurde. Bei unserem letzten Treffen in Köln im Januar hatte sie noch erleichtert davon berichtet, dass sie ihre Trainer-Arbeit an Weihnachten endlich fertig gestellt hatte. Herzliche Glückwünsche von uns allen. Und wer die neue Trainerin live erleben möchte, hat nun bald Gelegenheit dazu: Ulrike bietet vom 26.-29. Juni einen offenen Workshop in Mechernich an.

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In der Mai-Ausgabe des Forums (Nr. 85) ist ein mehrseitiger Artikel zum Thema Feldenkrais und Golf erschienen. Der Autor, Christian Waas, wird erstmals bei uns in Mechernich vom 5.-7. September einen Wochenendworkshop dazu anbieten. Seine soeben erschienene DVD zum Thema Feldenkrais und Golf ist nun in unserem Shop zu einem Sonderpreis erhältlich, sowie sein Buch „Beweglicher golfen mit der Feldenkrais Methode“.

04.03.2015

30 Jahre Feldenkrais Ausbildung mit Chava Shelhav

Zum Jubiläumsfest in Vussem lud das Feldenkraiszentrum ein

Petra Koch und Petra Zinke-Wolter

Das Ankommen Am 10. Januar um 11 Uhr waren fast alle 140! TeilnehmerInnen eingetroffen und auch die, die wegen des Sturms aus Norddeutschland verspätet kamen, konnte nichts zurückhalten. In der großen Halle war ein enormer Geräuschpegel, wollte doch Jeder Jeden nach so vielen Jahren begrüßen. Irgendwann konnte sich Karen Schmidt-Paas doch Gehör verschaffen und die Begrüßung begann mit der Vorstellung der vierzehn einzelnen Ausbildungen, denn so viele sind es in den 30 Jahren geworden. Voller Stolz sprangen wir von „Neuss I“ auf, denn wir waren nicht nur die erste, sondern mit dreizehn TeilnehmerInnen auch die größte Gruppe. Jede Ausbildung wurde lautstark begrüßt und beklatscht. Der Zeitplan des Programms geriet etwas aus dem Gleichgewicht.

Apropos Gleichgewicht: Chava hat mit uns anschließend eine ATM gemacht zum Thema Gleichgewicht und Sicherheit im Stand durch Differenzierung und Nutzung unserer Sinne. Und schon waren wir wieder ganz bei uns und unserer Bewusstheit. Ein wunderbarer Anfang des Wochenendes. Die Mittagspause war voll von Erinnerungen, Lachen, und „weißt Du noch“.

Der Nachmittag Der Nachmittag stand schon unter dem das ganze Wochenende begleitenden und für unsere Arbeit so treffenden Thema „Resilienz“. 3 Trainerinnen gaben parallel 2 stündige Fortbildungen mit unterschiedlichen Themen:

Beatriz Walterspiel: “Hast Du eine Frage?“- eine Dynamik in der Feldenkrais Arbeit. Nach dem regen Austausch, was diese Frage bei jedem auslöst, konzentrierte sich das Gespräch auf die Art der Fragestellung (Gespräch /ATM), auf den Prozess, den eine Frage auslösen kann (Sokrates), und auf das „Feld“, das im Dialog zwischen zwei Personen entsteht (Hans-Peter Dürr, Quantenphysik). Beatriz demonstrierte sehr anschaulich, wie in einer FI eine Frage durch Berührung vermittelt werden kann, und ein Selbstregulationsprozess ausgelöst wird, der wiederum die Basis für Resilienz sein kann.

Petra Koch: „Amherst Videos revisited“ (übersetzt: wiederbesucht). Ihr Anliegen war es, das fast 35 Jahre alte Amherst Video „ What is health“ in Beziehung zu heutigem Wissen mit der Frage zu präsentieren, was hat sich weiterentwickelt, was ist heute nicht mehr gültig, was ist noch genauso gültig wie damals? Dazu zeigte sie ein beeindruckendes Video von einem Vortrag des Theologen und Zen Meister Dr. Alexander Porly zum Thema Resilienz.

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Susanne Schönauer: „Selbstorganisation und Resilienz“ Beginn war ein Gedankenaustausch zu dem Thema Selbstorganisation. Nach angeregter Diskussion in Kleingruppen zeigte sich, dass Selbstorganisation nicht nur die körperliche Haltung während der FI, oder die innere Einstellung mit der wir dem Gegenüber begegnen, umfasst, sondern generell die Fähigkeit meint, unseren Wünschen, Bedürfnissen, Absichten und den Aufgaben der jeweiligen Situation angemessen zu handeln. Die Entwicklung von (mehr )Bewusstheit bleibt die Grundlage unserer Arbeit. Moshe Feldenkrais verstand es in seinem Unterricht ein Gefühl für Sicherheit, Wertschätzung, Lernbegierde und (Lebens)-Freude im Gegenüber zu wecken, also deutlich Resilienz stärken. Im Anschluß daran unterichtete Susanne eine recht dynamische ATM im Stehen am Stuhl. Spürbar entwickelte sich immer mehr die Stützkraft = Selbstorganisation, bzw für sich einstehen können und Belastungen gewachsen zu sein = also Resilienz

Der Abend Um 19 Uhr war zum Abendessen geladen, unsichtbare HelferInnen hatten die Halle der gegenüberliegenden Schule geschmückt und Tische und Stühle aufgebaut. „ Wie geht es Dir? Wie ist es Dir ergangen? Was machst Du? Was machst Du mit Feldenkrais?“ Mail Adressen und Telefonnummern wurden ausgetauscht. Die Gespräche waren lebhaft und jeder hatte an Allem Interesse.

Anschließend hat uns Aron Saltiel mit spannenden Erzählungen und hebräischen Liedern berührt und zum Schmunzeln und Mitsingen gebracht. Der Tag klang aus mit einem gemeinsamen Tanz.

30 Jahre Feldenkraisausbildung mit Chava Shelhav - Teil2

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Der Sonntag begann mit einem sehr lebendigen und anschaulichen Vortrag von Prof. Wolfgang Praschak über das Thema:

„Hit the road Jack – Resilienz als lebenslanger Weg zu einem gesunden Selbst“

Resilienz beschreibt die von Mensch zu Mensch unterschiedliche Fähigkeit, mit Druck, Stress, Ungewissheit und Belastungen umzugehen. Sie wirkt wie ein seelisches Immunsystem, das dabei hilft, missliche Lebenssituation und Krisen durchzustehen oder sogar gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Die Mutter der Resilienzforschung ist die amerikanische Psychologin Emmy Werner, die zusammen mit ihrem Team über einen Zeitraum von 40 Jahren die Persönlichkeits-entwicklung von 700 Kindern auf der hawaiianischen Insel Kauai untersuchte. Obwohl diese Kinder teilweise aus äußerst ungünstigen Verhältnissen stammten, entwickelte ein Drittel von ihnen erstaunlicherweise einen Schutzmechanismus, der die Auswirkungen ihrer widrigen Lebensumstände deutlich abmilderte und es ihnen als Erwachsene ermöglichte ein hoch zufriedenes Leben zu führen.

Dieser Schutzmechanismus ist nicht angeboren. Er wird erlernt und kann sich als Persönlichkeitsmerkmal dann stabilisieren, wenn entwicklungs- und gesundheitsförderliche Bedingungen geschaffen werden, die, - ganz im Sinne des Modells der Salutogenese von Aaron Antonovsky -, die körperliche und die psychische Gesundheit des Menschen stabilisieren und immer wieder neu stärken.

Resilienz ist damit ein fragiles Konstrukt, das auf einer Lebensweise beruht, in der die eigenen Kompetenzen, die Sorge für einen selbst und verlässliche soziale Beziehungen zu realistischen Zielsetzungen führen, über die sich die großen und die kleinen Lebenskrisen als Chance erwiesen an ihnen wachsen zu können.

Sonntag Nachmittag

Gemeinsam wurde am Nachmittag in kleineren Gruppen zu 3 angebotenen Fragen diskutiert: 1. Was hat sich durch die Feldenkrais Ausbildung bei Dir entwickelt? 2. Wo stehst Du heute? Was beschäftigt Dich? Was ist Dein Interesse? 3. Stell Dir vor, es ist 2025 und Du blickst zurück. Wie war der Weg?

Dieses mit einander Denken und Austauschen von Ideen und Erfahrungen brachte uns wieder dazu unsere Arbeit und unsere Ausbildung wert zu schätzen. Im Zusammentragen wurde außerdem das breite Spektrum deutlich, in das unsere Arbeit hineinreicht. Ebenso wurde klar wie Forschung und Wissenschaft uns stützen und herausfordern, Stellung zu beziehen. Verbindend war natürlich, die Klarheit darüber, dass wir nur im Tun, im praktischen Erforschen unsere Qualität des Handelns und unser Verständnis der Feldenkrais Methode verfeinern können. Sabine Bahnemann brachte es für die letzte Frage auf den Punkt: „Weg von der Matte, aber nicht ohne Matte“.

Ein solches Wochenende kann nicht zu Ende gehen ohne eine ATM und so lagen 130 TeilnehmerInnen auf dem Boden (ohne Matte, so dass Platz für Alle war). Selbst in dieser kurzen ATM konnten wir spüren: wir können uns schnell einstellen auf uns selbst und der Boden unter uns wurde immer weicher!

Langsam wurde es Zeit sich zu verabschieden und wir waren uns einig, spätestens in zehn oder sogar in fünf Jahren treffen wir uns wieder im HAUS in Vussem.

Unser Dank gilt allen Vortragenden: Wolfgang Praschak, Susanne Schönauer, Beatriz Walterspiel, Petra Koch und Aron Saltiel die so maßgeblich zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben und es so u.a. zu einer beglückenden und interessanten Fortbildung werden ließen. Außerdem danken wir natürlich all denen, die im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf und für die intensive Vorbereitung gesorgt haben. Mit großem Dank an Karen Schmidt- Paas und an Chava Shelhav, die dies alles mit enormem Engagement und Wir- Gefühl möglich gemacht haben, endete dieses inhaltlich spannende und zukunftsweisende Treffen.

Englische Version

February 1, 2013 Feedback – Masterclass mit Chava Shelhav>

Though I already mentioned Chava Shelhav´s Masterclass a week ago in my latest news column covering the Open House program at the Feldenkraiszentrum, it might be of interest to notice some e-mails we received with commentaries on Chava´s seminar. Indeed we got a good and warm response and had a wide audience as well. While the first part was more intimate with about 30 participants, the second part, which was co-directed by Dr. Sagi Assa draw more than 60 people to Vussem. The participants came from all over of Germany and even England. Graduates from various training - there were even some from very first NEUSS training (1984) - mixed with students from the actual training.

January 22, 2013 Open House at the Feldenkraiszentrum

On January 19 the Feldenkraiszentrum presented an Open house program with a dance perfomance by Sharon Hilleli from Israel. Combining this evening perfomance with the second segment of Chava Shelhav´s masterclass draw a wide audience of more than 60 participants. Announcements in the local press and some e-mail-distribution brought even more public so we could finally great about 100 guests for the performance For longtime Feldenkrais practitioners – there were even participants from the first Neuss-Training1984-87 – as well the newbies it became a pleasant evening with meet and greet, chatting, wine & dancing. Together with co-director Karen Schmidt Paas and Inga Paas educational director Chava Shelhav welcomed the guests before Sharon took the stage, presenting a mixture of Feldenkrais movements and modern dance. At the end the audience became part of the show and finally everbody was partying which gave proof to the fact that Feldenkrais is not only about learning but having a good time as well. And this indeed is true for the house in Mechernich, where next door in the sports hall the local Carnival Society presented a feast and party as well.

Nov 13, 2013 Martial Arts and Feldenkrais – a Workshop with Moti Nativ

Scrolling through the recently published german edition of Moshés „Embodied Wisdom“ I found an interview from the mid-70s covering his martial arts roots. Asked by (later trainer) Dennis Leri Moshe recogized the influence the martial arts had on the developmemt of his own method.


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The long interview covers biographical details of Moshés early years in Palestine, when he was engaged in jewish self-defense groups. After learning Jiu-jitsu he devised his own self-defense techniques und published the first book on the subject in Hebrew, which was used as a textbook for jewish underground combatants. After meeting Jigaro Kano, the fouder of Judo, in Paris in 1933 Moshé studied this technique and published a series of successful martial arts book till the early 50s. As these books were never translated into German the impact of martial arts on the development of his own method is quite unknown, so the translation of Moshé´s interview mentioned above is a first step to fill this gap. When Moti Nativ, an international well acclaimed trainer of the martial arts, came to Mechernich in early september for a workshop, 17 participants were eager to learn more about the martial arts roots of the Feldenkrais method. As Feldenkrais practitioner Moti studied intensively Moshé´s early years to find out more about these roots and he presented a vivid and illustrated lecture on the results of this worldwide research during the second day of the workshop. As a conclusion of his work Moti encouraged the rerelease of „Practical Unarmed Combat“ (1941) and „Higher Judo“ (1952) in the USA in recent years, which had been out of print for decades, and accompanied these books with new forewords. In 1929, a young Moshe Feldenkrais published his Hebrew translation of the book „The Practice of Autosuggestion by the Method“ of Émile Coué, originally published in English by C. Harry Brooks, together with two chapters. Moti has recently translated this title, Moshés very first book, into English and as soon as it is on the market we keep you informed.

May 29, 2014 Feldenkrais – it is Springtime!

Springtime is generally associated with a new start, movement, activity and new life. And also in Mechernich we could experience this apirational mindset.

Russell Delman ensured a full house in April – with another 32 participants we experienced a diversified workshop with Feldenkrais lectuers, meditation and talks.

Gemany, Italy, Suisse, Austria, USA, Korea, Israel, Japan, Netherlands, France, Sweden, Australia – this list is not an excerpt from the participants of the upcoming soccer world championship but an overview of those nationalities who took part in our International Advanced for Child´Space practitioners in Mechernich in late March.

After publisheing a coverstory on Chava Shelhav´s Child´Space method in our national guild magazine „Feldenkrais-Forum“, we were lucky to welcome 48 attendees for this seminar. In the aftermath there was even an illustrated article in the nationwide distributed FAZ on May 2, covering Moshé, his method and Chava Shelhav.

Take a look at the article here: feldenkrais-methode-als-bewegungstherapie

Few days later, while we were on our way for our marketing workshop in Mechernich, we got the news that our longtime lecturer Ulrike Apel finally received her trainer licence. Congratulations! And for those who wanted to take a look at our new trainer live and in person there is a good chance to do so. Ulrike offers an open workshop in Mechernich on June 26-29.

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The actual „Forum“-issue (No.85, May) features a multipage article on Feldenkrais and golf. It was written by Christian Waas, who will offer a weekend workshop on this topic in Mechernich in September. His recently published DVD „Feldenkrais and Golf“ can be obtained in our shop at a special rate, as well as his book „Beweglicher golfen mit der Feldenkrais Methode“.

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